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Fachartikel

Was ist Tail Spend Management bei Software?

Tail Spend, die lange Liste kleiner Software-Abonnements, kostet Organisationen Millionen, ohne dass jemand es bemerkt. Was es ist, warum es so schwer zu kontrollieren ist und wie man es angeht.

  • 1. September 2024
  • 5 Min.

Tail Spend ist ein Begriff, der im Einkauf häufig verwendet wird, in der Praxis aber selten gut verwaltet wird. Er bezieht sich auf die lange Liste kleiner und mittelgroßer Ausgaben, die außerhalb des formellen Einkaufsprozesses liegen und zusammen einen überraschend großen Teil des Gesamtbudgets ausmachen.

Was ist Tail Spend?

Die Pareto-Regel gilt auch im Einkauf: Im Durchschnitt machen 20 % der Lieferanten 80 % der Ausgaben aus. Die übrigen 80 % der Lieferanten, der Tail, sind für nur 20 % des Budgets verantwortlich. Doch diese 20 % verteilen sich auf hunderte kleine Verträge, Abonnements und Einzelkäufe, die kaum überwacht werden.

Im Bereich Software ist dieser Effekt besonders ausgeprägt. Denken Sie an:

  • Ein Zoom-Abo, das sich seit drei Jahren automatisch verlängert

  • Zehn verschiedene Projektmanagement-Tools, die von unterschiedlichen Teams genutzt werden

  • Adobe-Lizenzen für Mitarbeiter, die schon lange nicht mehr im Unternehmen sind

  • Nischen-Tools, die einst für ein Projekt angeschafft, aber nie gekündigt wurden

Warum ist Tail Spend so schwer zu kontrollieren?

Es gibt drei strukturelle Ursachen, warum Tail Spend in den meisten Organisationen außer Kontrolle gerät:

1. Kein zentrales Überblick. Software wird von verschiedenen Abteilungen gekauft, oft per Kreditkarte oder Direktrechnung, ohne dass IT oder Einkauf davon wissen. Schatten-IT wächst unbemerkt.

2. Automatische Verlängerungen. Die meisten SaaS-Abonnements verlängern sich automatisch. Ohne aktive Kontrolle zahlt man Jahr für Jahr das gleiche Paket, selbst wenn längst niemand mehr darauf zugreift.

3. Fehlende Hebelwirkung. Kleine Verträge werden nicht aktiv verhandelt. Der Anbieter bestimmt den Preis und der Kunde akzeptiert stillschweigend.

Wie geht man Tail Spend Management an?

Effektives Tail Spend Management bei Software beginnt mit drei Schritten:

Schritt 1: Inventarisieren. Erfassen Sie alle Software: Welche Tools werden genutzt, von wem, wie viele Lizenzen, was kosten sie und wann läuft der Vertrag aus? Das ist die Grundlage für alles Weitere.

Schritt 2: Analysieren und konsolidieren. Identifizieren Sie Überschneidungen. Wie viele verschiedene Projektmanagement-Tools gibt es? Wie viele Videokonferenz-Tools? Konsolidieren Sie auf ein oder zwei pro Kategorie und schaffen Sie Hebel bei den verbliebenen Anbietern.

Schritt 3: Aktiv verhandeln. Nutzen Sie die Konsolidierung als Hebel. Gehen Sie mit konkreten Daten zu den Anbietern: Das nutzen wir, das sind unsere Zahlungsbereitschaften. Eine unabhängige Partei wie SoftVaro hat zudem Marktransparenz, die interne Einkäufer selten besitzen.

Häufig gestellte Fragen

Die meistgestellten Fragen zu diesem Thema.

Was versteht man genau unter Tail Spend?

Tail Spend bezieht sich auf die lange Liste kleiner und mittelgroßer Einkäufe, die außerhalb des formellen Einkaufsprozesses liegen. Oft handelt es sich dabei um 20 % der Ausgaben, verteilt auf 80 % der Lieferanten. Im Softwarebereich ist das besonders sichtbar: Dutzende Tools mit kleinen Abos, die zusammen eine beträchtliche Rechnung ergeben.

Wie gehe ich Tail Spend Management an?

Beginnen Sie mit einer vollständigen Software-Inventarisierung. Gruppieren Sie Tools nach Kategorien und prüfen Sie Überschneidungen. Konsolidieren Sie auf weniger Anbieter und verhandeln Sie Bündelpreise. SoftVaro unterstützt Sie dabei.

Wie viel kann ich mit Tail Spend Management sparen?

Organisationen sparen im Schnitt 15–30 % ihres Tail Spends durch aktive Konsolidierung und Verhandlungen. Die genaue Einsparung hängt von der Anzahl der Tools, der Vertragsstruktur und dem Verhandlungsspielraum pro Anbieter ab.

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